„Was kostet eine Webseite?“ ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Das klingt unbefriedigend, deshalb erkläre ich in diesem Beitrag, worauf es ankommt. Danach können Sie Angebote besser vergleichen und wissen, welche Fragen Sie stellen sollten.
Warum es keinen Einheitspreis gibt
Eine Webseite ist kein Produkt aus dem Regal, eher wie ein Umbau. Eine Bäckerei, die zeigen will, wo sie ist und wann sie geöffnet hat, braucht etwas anderes als ein Handwerksbetrieb mit zehn Leistungen, Referenzen und einem Anfrageformular. Beide haben „eine Webseite“, aber der Aufwand ist ein völlig anderer.
Die fünf größten Preisfaktoren
1. Umfang
Wie viele Seiten braucht es? Eine einzelne, gut gemachte Seite mit allem Wichtigen reicht vielen kleinen Betrieben. Mit jeder eigenen Unterseite für Leistungen, Team, Referenzen oder Jobs steigt der Aufwand.
2. Texte und Bilder
Das wird am häufigsten unterschätzt. Liefern Sie Texte und Fotos selbst, oder sollen diese erstellt werden? Gute Inhalte sind oft der größte Teil der Arbeit. Und sie entscheiden mehr über den Erfolg einer Webseite als jedes Design.
3. Funktionen
Ein Kontaktformular ist schnell eingerichtet. Online-Terminbuchung, ein Shop, ein Kundenbereich oder die Anbindung an andere Programme bedeuten deutlich mehr Aufwand, weil sie eingerichtet, getestet und gepflegt werden müssen.
4. Mehrsprachigkeit
In unserer Region ein wichtiger Punkt. Wer Kunden in Ostbelgien, der Wallonie und Luxemburg erreichen will, braucht die Webseite oft auf Deutsch und Französisch. Jede weitere Sprache bedeutet mehr Texte, mehr Pflege und mehr Prüfung.
5. Individuelles Design oder Vorlage
Eine gut angepasste Vorlage ist für viele Betriebe völlig ausreichend und spart Geld. Ein ganz eigenes Design lohnt sich, wenn Ihr Auftritt sich deutlich von der Konkurrenz abheben soll.
Die laufenden Kosten nicht vergessen
Neben dem einmaligen Preis fallen regelmäßige Kosten an:
- Domain: Ihre Adresse im Internet, meist ein überschaubarer Betrag pro Jahr.
- Hosting oder Plattform: Der Ort, an dem Ihre Webseite liegt, meist monatlich oder jährlich bezahlt. Alternativ kann das Hosting via Odoo betrieben werden.
- E-Mail-Adressen mit Ihrer Domain, oft separat.
- Betreuung: Updates, Änderungen und Hilfe bei Problemen.
Fragen Sie bei jedem Angebot nach, welche dieser Kosten enthalten sind und welche Sie selbst tragen.
Fünf Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten
- Wem gehört die Domain? Sie sollte auf Ihren Namen laufen, nicht auf den des Anbieters.
- Kann ich Texte selbst ändern? Öffnungszeiten oder Preise sollten Sie ohne Hilfe anpassen können.
- Was passiert nach dem Livegang? Sind kleine Korrekturen inbegriffen? Wie wird spätere Betreuung abgerechnet?
- Gibt es eine Mindestlaufzeit? Vorsicht bei langen Verträgen, aus denen Sie nur schwer herauskommen.
- Was ist im Preis enthalten? Texte, Bilder, Datenschutzerklärung, Einrichtung von E-Mail und Hosting?
Billig oder teuer: Was lohnt sich?
Ein Baukasten für wenige Euro im Monat kann ein guter Anfang sein, wenn Sie Zeit und Lust haben, sich selbst darum zu kümmern. Eine teure Agentur lohnt sich, wenn Sie viele Funktionen und laufende Unterstützung brauchen.
Für die meisten kleinen Betriebe liegt die sinnvolle Lösung dazwischen: eine professionell aufgebaute Webseite, die Sie selbst pflegen können, ohne jahrelange Abhängigkeit.
Wie ich Preise mache
Ich erstelle jedes Angebot individuell, nach einem kurzen Gespräch über Ihre Ziele. Kleine Textänderungen nach dem Livegang sind inklusive. Spätere Betreuung rechne ich nach tatsächlichem Aufwand ab, ohne festes Abo. Richtwerte finden Sie auf meiner Seite „Leistungen & Preise“.
Fazit
Der Preis einer Webseite hängt vor allem von Umfang, Inhalten, Funktionen und Sprachen ab. Wer vorher weiß, was er braucht, bekommt vergleichbare Angebote und zahlt nicht für Dinge, die er nie nutzt. Mein Tipp: Schreiben Sie vor dem ersten Gespräch kurz auf, was Ihre Webseite leisten soll. Das spart Zeit und Geld.
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